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Fahrer am Steuer eines Wassertaxis auf einem venezianischen Kanal

Online · Telefon · Anleger

Wassertaxi in Venedig buchen: So geht's

Drei Wege an Bord eines Motorboots, mit unterschiedlichen Kosten und Risiken. Online fixierst du den Preis, am Telefon sprichst du mit dem Konsortium, am Anleger zahlst du den städtischen Tarif – hast aber keine Garantie, dass ein Boot da ist.

Verfügbarkeit des privaten Wassertaxis prüfen ab 215 € · ★ 4.5 · GetYourGuide
  • OnlinePreis fixiert
  • Konsortium 24 h041 522 2303
  • Funk-Wassertaxi199 48 49 50
  • Am AnlegerStreckenpreis
Nicht die offizielle Website

Ein Wassertaxi in Venedig kannst du auf drei Arten buchen, und sie sind nicht gleichwertig: online mit fixiertem Preis und Voucher, telefonisch beim Konsortium oder indem du zu einem Taxistand gehst und zum städtischen Tarif losfährst. Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, wo du ankommst, zu welcher Uhrzeit und wie viele ihr seid.

Gleiche Fahrt, zwei Buchungsseiten

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PlattformPreisBewertungDauerBook
GetYourGuide Venedig: Marco Polo Flughafen Wassertaxi Transfer Bester Preis 39 €pro Person ★ 4.428.360 Bewertungen 50 min Buchen auf GetYourGuide
Tiqets Flughafen Marco Polo: Wassertaxi zum Stadtzentrum von Venedig 39 €pro Person ★ 4.31.017 Bewertungen 30 min Buchen auf Tiqets

Die Plattformpreise oben sind die zum Zeitpunkt der Prüfung erhobenen Werte; sie ändern sich mit Saison und Verfügbarkeit.

Die drei Wege im Vergleich

BuchungswegPreisGarantieWann es sinnvoll ist
Online, im VorausDer höchste: Die Marge des Vermittlers kommt dazuZugewiesenes Boot, Voucher, Stornierung laut ProduktangabenAnkunft am Flughafen, Hochsaison, Nacht, Gruppen
Telefon beim KonsortiumKommerzieller Preis des AnbietersBestätigte Buchung, direkte BetreuungBesondere Uhrzeiten, spezielle Wünsche, Barrierefreiheit
Am Anleger oder SchalterStreckenpreis oder Taxameter, der niedrigsteKeine: Es hängt davon ab, welche Boote da sindFahrten im Zentrum, außerhalb der Stoßzeiten

1. Online: Du zahlst mehr und nimmst die Unsicherheit raus

Die Vorabbuchung auf einer Plattform tut genau eine Sache, aber die gut: Sie legt den Preis vor der Abfahrt fest. Du bekommst einen Voucher mit Treffpunkt, Uhrzeit und Anbieterreferenz und musst am Anleger über nichts mehr diskutieren.

Die Kehrseite ist die Marge. Der private Transfer Flughafen ↔ Venedig, gültig für bis zu 6 Personen pro Boot, ist mit rund 215 € gelistet – gegenüber 110 € städtischem Tarif und 110–160 €, die die Anbieter direkt verlangen. Du zahlst die Sicherheit, nicht die Fahrt.

Das lohnt sich nur in klar umrissenen Fällen: Ankunft am Flughafen mit Gepäck, Hochsaison, nächtliche Landung, große Gruppe, erster Venedig-Besuch. Für eine Fahrt vom Piazzale Roma nach San Marco an einem Novembermorgen ist es weggeworfenes Geld.

Prüfe vor dem Bestätigen drei Punkte in den Produktangaben: Preis pro Boot oder pro Person, Stornobedingungen, genauer Treffpunkt. Der Treffpunkt ist der, der auf dem Voucher steht, nicht der, den dir das Hotel genannt hat.

Das Terminal des Flughafens Marco Polo, Startpunkt der gebuchten Transfers.
Das Terminal des Flughafens Marco Polo, Startpunkt der gebuchten Transfers. Foto: Threecharlie · CC BY-SA 3.0

2. Am Telefon: die Nummern, die wirklich zählen

Beim Konsortium anzurufen überspringt den Vermittler und kostet in der Regel weniger als die Online-Buchung. Man spricht Italienisch und Englisch, und man kann Dinge erfragen, die kein Webformular abbildet: einen Rollstuhllift, einen sperrigen Kinderwagen, einen Einstieg abseits der Taxistände.

WerNummerHinweise
Funk-Wassertaxi (von der Stadt genannt)199 48 49 50Die vom Comune di Venezia veröffentlichte Nummer
Consorzio Motoscafi Venezia+39 041 522 2303Callcenter rund um die Uhr, täglich
Consorzio Motoscafi — bestehende Buchungen+39 041 240 6711Mo–Fr 09:00–18:00, Sa 09:00–16:00
Consorzio Motoscafi — Schalter Flughafen+39 349 678 9357Ankunftshalle, Marco Polo
Venezia Taxi Consorzio+39 041 723112Buchungen auch per E-Mail
Venice WaterTaxi+39 041 5229040Dreißig Motorboote, durchgehender Service

Das Consorzio Motoscafi vereint über hundert Boote, die per GPS mit der Einsatzzentrale verbunden sind: Darum findet ein Anruf fast immer ein freies Boot in der Nähe, auch abseits der Taxistände.

Wenn du ein Fahrzeug auf der Straße brauchst – für Mestre, fürs Festland oder als Verbindung bis zum Piazzale Roma –, lautet die Nummer des Land-Funktaxis 041 5964; der Unterschied zwischen beiden Diensten ist auf der Seite über Landtaxi und Mestre erklärt.

3. Am Anleger: der günstigste Weg, ohne Netz

Die Stadt betreibt städtische Taxistände (vierzehn ausgehängte Tariftafeln) an den Ankunftspunkten: Tronchetto (Station des People Mover und vor dem ACTV-Anleger), Piazzale Roma (Stazione Parisi und Rio Novo), Ferrovia (Kirche degli Scalzi und neben dem ACTV-Anleger), Rialto (Stände Carbon und Cerva), San Marco (Molo, Ponte della Paglia, Monumento a Vittorio Emanuele, Ca’ di Dio), San Marcuola–Casinò und Lido Santa Maria Elisabetta.

An jedem Stand hängt der Tarif per Gesetz aus. Lies ihn vor dem Einsteigen: Er ist das Dokument, das festlegt, was man dir berechnen darf, und keine mündliche Absprache setzt ihn außer Kraft.

Hier zahlst du den städtischen Tarif, und der ist der absolut niedrigste. Garantiert ist der Preis damit aber nicht über die Zeit: Steht kein Boot am Stand, wartest du. An einem Augustabend in San Marco kann das einiges bedeuten.

Die Wasserfront des Piazzale Roma mit den Anlegern der städtischen Taxistände.
Die Wasserfront des Piazzale Roma mit den Anlegern der städtischen Taxistände. Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0

Was es wirklich kostet: der ehrliche Vergleich

Zwei Systeme existieren nebeneinander. Die festen Strecken gelten für die häufigsten Wege: Flughafen ↔ Altstadt 110 €, P.le Roma – Ferrovia → Rialto 50 €, → San Marco 60 €, Zentrum ↔ Murano 60 €. Der Taxameter gilt für alles andere: 15 € Grundgebühr bei der Abfahrt plus 2 € pro Minute, mit 5 € Aufschlag, wenn man dich abseits eines Taxistands einsteigen lässt.

Daraus folgt eine überraschende Schlussfolgerung: Für kurze Fahrten im Zentrum kostet die Online-Buchung mehr als der Anleger. Zehn Minuten Fahrzeit nach Taxameter ergeben 35–40 € reinen Tarif; kein buchbares Produkt kommt auf diesen Betrag herunter.

Für Flughafentransfers gilt das Gegenteil. Dort zählt, anzukommen, ohne suchen zu müssen, mit einem Namen auf dem Voucher – und die Preisdifferenz kauft Zeit und Ruhe. Alle Zahlen, Strecke für Strecke, stehen auf der Seite über die Preise der Wassertaxis.

Bezahlung: Karten, Bargeld, Zuschläge

Online und am Telefon akzeptieren die Konsortien Kreditkarten und PayPal. An Bord ist die Lage beweglicher: Viele Lizenznehmer bevorzugen oder verlangen Bargeld, und Kartenzahlung ist nicht garantiert.

Regel: Sag vor dem Einsteigen, dass du mit Karte zahlen willst. Wenn der Fahrer sie nicht annehmen kann, erfährst du es am Anleger – nicht beim Aussteigen.

Danach klärst du den Gesamtbetrag. Der offizielle Nachtzuschlag beträgt +10 € zwischen 22:00 und 06:00 Uhr, das Consorzio Motoscafi berechnet auf seine eigenen Verkäufe jedoch +15 € zwischen 22:00 und 07:00 Uhr: Frag nach, auf welcher Grundlage dein Angebot gerechnet ist. Ab dem fünften Passagier und dem fünften Gepäckstück greifen weitere Zuschläge, die auf den Seiten zum privaten Wassertaxi und zum Gepäck im Detail stehen.

Trinkgeld wird nicht erwartet.

Was du bereithalten solltest, wenn du buchst

Eine Buchung hängt fast immer an denselben fehlenden Angaben. Hast du sie zur Hand, reduziert sich der Nachrichtenaustausch auf eine einzige Runde.

  • Flug- oder Zugnummer und Ankunftszeit. Sie wird für die Verspätungsüberwachung gebraucht und ist keine Formalität.
  • Name und genaue Adresse des Hotels, dazu die Antwort auf eine Frage, die du dem Haus besser vorab stellst: Habt ihr einen Wasserzugang, der bei jedem Wasserstand nutzbar ist?
  • Zahl der Passagiere und Gepäckstücke. Ab dem fünften Passagier und dem fünften Gepäckstück ändern sich die Preise, und wer das erst später angibt, verhandelt den Gesamtbetrag am Anleger neu.
  • Eine bei Ankunft erreichbare Telefonnummer, mit aktivem Roaming oder lokaler Nummer. So findet dich der Anbieter, wenn sich der zugewiesene Anleger ändert.
  • Bedarf an Barrierefreiheit. Fünfundzwanzig der städtischen Lizenzen betreffen Boote mit Rollstuhllift: Die muss man anfordern, sie ergeben sich nicht zufällig.
  • Wie du zahlen willst. Wenn du auf die Karte setzt, sag es bei der Buchung.

Buchen für Strecken, die nicht der Flughafen sind

Der Flughafen ist der meistverkaufte Fall, aber nicht der einzige, in dem eine Vorabbuchung Sinn ergibt.

Vom Bahnhof Santa Lucia liegen die Anleger wenige Schritte vom Ausgang entfernt, und der städtische Tarif beträgt nach Rialto 50 €, nach San Marco 60 €: Hier funktioniert es gut, einfach hinzugehen – außer an den Spitzenwochenenden. Alternativen und kommerzielle Preise stehen auf der Seite zum Bahnhof Santa Lucia.

Am Kreuzfahrtterminal kehrt sich die Logik um: Ausschiffungen bringen Hunderte Menschen zur selben Stunde an Land, und die freien Boote sind schnell weg. Buche und prüfe auf dem Voucher, an welcher Wasserfront du dich einfinden musst, denn es gibt nicht nur ein Terminal: Die Details stehen auf der Seite zum Kreuzfahrthafen.

Für die Inseln der Lagune schließlich lohnt es sich, beim Konsortium nach dem Streckenpreis zu fragen, statt ein Online-Produkt zu kaufen: Die Festpreise des städtischen Tarifs machen die Rechnung auch in der Gruppe berechenbar.

Verspätungen, Nacht und Unvorhergesehenes

Die Konsortien überwachen ankommende Flüge automatisch: Landest du verspätet, hält die Buchung in der Regel, ohne dass du anrufen musst. Gib die Flugnummer trotzdem bei der Buchung an, sie ist die Angabe, die die Überwachung überhaupt möglich macht.

Ein Detail, das man kennen sollte: Zwischen Mitternacht und 07:00 Uhr können stark verspätete Ankünfte per Landtaxi bis zum Piazzale Roma geleitet werden und von dort mit dem Boot weiterfahren. Das ist keine Herabstufung, sondern die Art, den Fahrgast trotzdem ans Ziel zu bringen. Das vollständige Bild der Nachtfahrten steht auf der Seite zum Wassertaxi bei Nacht.

Wenn du statt des ganzen Boots nur einen einzelnen Platz suchst: Das geteilte Wassertaxi buchst du auf dieselbe Weise, mit dem Unterschied, dass die Abfahrt erfolgt, wenn das Boot voll ist, und nicht zu einer festen Uhrzeit.

Das Schild eines städtischen Taxistands mit dem ausgehängten Tarif.
Das Schild eines städtischen Taxistands mit dem ausgehängten Tarif. Foto: Armin Kleiner · CC BY-SA 4.0

Wenn etwas schiefgeht

Beschwerden über den Preis eines Wassertaxis richtet man an den Comune di Venezia: Meldung über den digitalen Schalter DIME oder telefonisch unter 041 041, mit schriftlicher Beschwerde an die Direzione Mobilità e Trasporti.

Damit die Beschwerde etwas bringt, brauchst du zwei Dinge, die du vor Ort sammelst: ein Foto des am Stand ausgehängten Tarifs und die Lizenznummer des Boots. Ohne sie steht dein Wort gegen das des Fahrers.

Der Rat, den die Stadt für Landtaxis gibt, gilt auf dem Wasser genauso: Verlange ausdrücklich die Anwendung des Festpreises, bevor die Fahrt beginnt. Zum richtigen Zeitpunkt gesagt, erspart das fast jede Diskussion.

Kurz gefasst

Ein Wassertaxi in Venedig zu buchen ist eine Entscheidung zwischen Sicherheit und Preis. Für Ankünfte am Flughafen, Fahrten bei Nacht und Gruppen buchst du online oder rufst das Konsortium an: Du zahlst etwas mehr und weißt genau, wer dich wo erwartet. Für Fahrten im Zentrum gehst du zum nächsten Taxistand, liest den ausgehängten Tarif und fährst zum städtischen Preis los.

In jedem Fall drei Fragen vor dem Einsteigen: Was kostet es insgesamt, gilt der Preis pro Boot oder pro Person, und welche Zuschläge sind schon enthalten?

Häufige Fragen

Muss man das Wassertaxi in Venedig vorher buchen?

Für Transfers von und zum Flughafen ja, vor allem in der Hochsaison und nachts. Für Fahrten im Zentrum kannst du einfach zu einem der städtischen Taxistände gehen und zum Streckenpreis oder nach Taxameter losfahren.

Unter welcher Nummer ruft man in Venedig ein Wassertaxi?

Das von der Stadt genannte Funk-Wassertaxi erreichst du unter 199 48 49 50. Das Consorzio Motoscafi Venezia hat eine rund um die Uhr besetzte Zentrale unter +39 041 522 2303; Venezia Taxi antwortet unter +39 041 723112.

Lohnt sich die Online-Buchung oder zahlt man besser direkt am Anleger?

Online fixierst du den Preis und hast das Boot sicher, zahlst aber die Marge des Vermittlers. Am Anleger ist der städtische Taxametertarif bei kurzen Fahrten im Zentrum fast immer günstiger als ein online gebuchter Preis.

Kann man mit Kreditkarte bezahlen?

Bei Online-Buchungen ja: Die Konsortien akzeptieren Karten und PayPal. An Bord wird die Karte nicht überall genommen, viele Lizenznehmer bevorzugen Bargeld. Sag vor dem Einsteigen Bescheid.

Was passiert, wenn der Flug Verspätung hat?

Die Konsortien überwachen ankommende Flüge automatisch. Das Consorzio Motoscafi weist darauf hin, dass stark verspätete Ankünfte zwischen Mitternacht und 07:00 Uhr per Landtaxi bis zum Piazzale Roma umgeleitet werden können und von dort mit dem Boot weiterfahren.

Wie lange im Voraus sollte man buchen?

Für eine Ankunft am Tag in der Nebensaison reicht der Vortag. In der Hochsaison, bei Nachtflügen oder bei Gruppen über vier Personen solltest du einige Tage vorher buchen: Die verfügbaren Boote sind eine feste Zahl.

Kann ich das Wassertaxi über das Hotel buchen?

Ja, die Rezeption ruft das Konsortium für dich an. Das ist bequem, aber der Preis ist der des Anbieters plus gegebenenfalls der Zuschlag für die Bestellfahrt: Frag nach dem Gesamtpreis, bevor du bestätigen lässt.

An wen wendet man sich bei einer Beschwerde über den Preis?

An den Comune di Venezia: Meldung über den digitalen Schalter DIME oder telefonisch unter 041 041, mit schriftlicher Beschwerde an die Direzione Mobilità e Trasporti. Der Tarif hängt per Gesetz an jedem städtischen Taxistand aus: Fotografiere ihn zusammen mit der Lizenznummer des Boots.

Quellen & offizielle Daten

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