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Die Fassade des Bahnhofs Venezia Santa Lucia vom Canal Grande aus, mit den Anlegern vor dem Eingang

Ferrovia · Canal Grande

Wassertaxi ab dem Bahnhof Venezia Santa Lucia

Du steigst aus dem Zug und stehst schon am Wasser: Der Taxianleger liegt direkt vor dem Bahnhof. Hier findest du den amtlichen Festpreis, die echten Anbieterpreise und die günstigeren Alternativen.

Verfügbarkeit des Transfers ab Bahnhof prüfen ab 39 € · ★ 3.3 · Tiqets
  • Ferrovia → Rialto50 € pro Boot
  • Ferrovia → San Marco60 € pro Boot
  • Transfer onlineab 39 € pro Person
  • Nachtzuschlag+10 € (22–06 Uhr)
Nicht die offizielle Website

Das Wassertaxi ab dem Bahnhof Venezia Santa Lucia nimmst du wenige Meter von den Gleisen entfernt: Der Anleger liegt am Ufer des Canal Grande, direkt vor dem Ausgang. Laut Tarifverzeichnis des Comune di Venezia kostet die Festpreisstrecke Ferrovia → Rialto 50 € pro Boot und Ferrovia → San Marco 60 € pro Boot. Anbieter, die dieselbe Fahrt als kommerziellen Transfer verkaufen, verlangen meist 60–80 €, und online gibt es Angebote pro Person ab rund 39 €. Drei verschiedene Zahlen für dieselbe Fahrt: Hier unten liest du, wann welche die richtige ist.

Die Optionen vom Bahnhof zum Hotel

OptionRichtpreisBasisFür wen
Privates Wassertaxi50–60 € amtlicher Festpreis, 60–80 € bei den Anbieternpro BootFamilien, Gruppen, schweres Gepäck, Hotels mit Wasserpforte
Online gebuchter Transferab 39 €pro PersonWer den Preis vor der Abreise festzurren will
Alilaguna10 € je Fahrt, 18 € hin und zurück zwischen Ferrovia und San Marcopro PersonWer leicht reist und Zeit hat
ACTV-Vaporetto9.50 € für das 75-Minuten-Ticket Rete Unicapro PersonWer nur ein Gepäckstück hat und nah an einer Haltestelle wohnt
Zu FußkostenlosHotels in Cannaregio oder hinter dem Bahnhof

Die Plattformpreise sind die zum Zeitpunkt der Prüfung erhobenen Werte und können sich ändern; der städtische Tarif dagegen ist seit über einem Jahrzehnt unverändert.

Der wirkliche Unterschied ist nicht der Preis, sondern die Zahl der Brücken. Mit zwei Koffern pro Person, einem vollen Vaporetto und einem Hotel drei Brücken von der Haltestelle entfernt rechtfertigen sich die 60 € fürs Wassertaxi von allein. Mit einem Rucksack und einem Hotel in Cannaregio gibst du sie nicht aus.

Der amtliche Tarif – und was er ab Ferrovia bedeutet

Der Dienst wird vom Comune di Venezia geregelt (Direzione Mobilità e Trasporti), und die Tarife setzt der Stadtrat mit den Beschlüssen D.G.C. 227/2011 und 516/2011 fest. Zwei Mechanismen bestehen nebeneinander:

  • Nach Taxameter: 15 € Grundgebühr bei Fahrtantritt, dazu 2 € pro Minute auf Stadtstrecken. Holt dich das Boot außerhalb eines Taxistands ab, kommen 5 € Abrufzuschlag hinzu.
  • Zum Festpreis: ein fester Preis für die im Tarif vorgesehenen Punktepaare. Ab P.le Roma – Ferrovia sind das: Rialto 50 €, San Marco 60 €, Lido 70 €.

Der Tarif behandelt Piazzale Roma und die Ferrovia als einen einzigen Ausgangspunkt, die Strecke ist also dieselbe, ob du vor dem Bahnhof oder auf der anderen Seite des Canal Grande einsteigst. Kommst du dagegen vom Tronchetto, kostet die Strecke Tronchetto → P.le Roma – Ferrovia 40 €.

In der Gegenrichtung, auf dem Rückweg zum Zug, gelten San Marco → Ferrovia 60 €, Rialto → Ferrovia 50 €, Casinò (San Marcuola) → Ferrovia 40 € und Murano → Ferrovia 60 €.

Drei Dinge verändern die Endabrechnung:

  • Nachtzuschlag: +10 € von 22:00 bis 06:00 Uhr laut städtischem Tarif.
  • Personen ab der fünften: +5 € pro Person nach Taxameter, +10 € auf den Festpreisstrecken (der Zuschlag schließt ein Gepäckstück ein).
  • Gepäck: +3 € für jedes Stück über die ersten vier hinaus und über die Zahl der Passagiere hinaus.

Venezianische Einheimische und Fahrgäste mit Behinderung haben Anspruch auf 20 % Rabatt auf alle Posten: Die Strecke nach San Marco sinkt damit auf 48 € und der Nachtzuschlag auf 8 €.

Wo man tatsächlich an Bord geht

Die Stadt führt an der Ferrovia zwei Taxistände: einen vor der Kirche degli Scalzi, den anderen neben dem ACTV-Anleger. Das sind offizielle Standplätze, an denen das Tarifblatt per Gesetz aushängt: Fotografiere es vor dem Einsteigen, zusammen mit der Lizenznummer des Boots. Das ist der einzige Beleg, der zählt, wenn du den Preis später anfechten willst.

Wenn du online gebucht hast, steht der genaue Treffpunkt auf dem Voucher – der über Tiqets verkaufte Transfer etwa nennt als Treffpunkt den Alilaguna-Schalter vor dem Bahnhof. Folge niemandem, der dich auf dem Vorplatz anspricht und “sofort ein Taxi” anbietet: Geh zum Anleger oder zum angegebenen Schalter.

Wenn dein Hotel einen privaten Anleger hat, kannst du dich auch dort abholen lassen; ein Taxi, das an einem anderen Ort als einem städtischen Taxistand startet, berechnet aber den Abrufzuschlag von 5 €. Das Wasser-Funktaxi der Stadt erreichst du unter 199 48 49 50.

Wie du sparst, ohne aufs Boot zu verzichten

Der amtliche Tarif gilt pro Boot, und genau darin liegt der ganze Spielraum:

  • San Marco für 60 € durch vier Passagiere geteilt sind 15 € pro Kopf, weniger als zwei Alilaguna-Tickets.
  • Rialto für 50 € zu viert sind 12.50 € pro Kopf, also kaum mehr als ein Vaporetto-Ticket.
  • Zu sechst zahlt man 60 € plus 10 € für jede der beiden Personen über der vierten: insgesamt 80 €, rund 13 € pro Kopf.

Der Transfer pro Person ab 39 € lohnt sich dagegen, wenn ihr zu ein oder zwei Personen unterwegs seid, weil du dann kein ganzes Boot bezahlst.

Weitere konkrete Wege, weniger auszugeben:

  • Leg die Abfahrt vor 22:00 Uhr, wenn du kannst: Der Nachtzuschlag beträgt 10 €, der Service bleibt derselbe. Wenn die Uhrzeit nicht verhandelbar ist, lies Taxi bei Nacht.
  • Zähl dein Gepäck: Ab dem fünften Stück fallen laut städtischem Tarif 3 € pro Stück an; manche Anbieter haben eigene Bedingungen, etwa das Consorzio Motoscafi mit 5 € pro Koffer ab dem fünften. Details und Grenzfälle unter Gepäck.
  • Frag vor dem Einsteigen nach der Preisbasis: “Gilt das pro Boot oder pro Person?” und “Welche Strecke wenden Sie an?”. Die Empfehlung, den Preis vor der Abfahrt zu vereinbaren, gibt die Stadt genauso für die Landtaxis.
  • Nimm Bargeld mit. Online zahlst du mit Karte oder PayPal, an Bord wird die Karte nicht überall akzeptiert.
Koffer am Heck verstaut: Ab mehr als vier Stück sieht der Tarif einen Zuschlag vor.
Koffer am Heck verstaut: Ab mehr als vier Stück sieht der Tarif einen Zuschlag vor. Foto: User:Nino Barbieri · CC BY-SA 2.5

Taxameter oder Festpreis: was sich für dich rechnet

Rechne es in zwei Zeilen durch, bevor du dich entscheidest. Eine Fahrt Ferrovia → San Marco nach Taxameter kostet, wenn sie 15 Minuten dauert, 15 € Grundgebühr plus 30 € an Minutentakt: 45 €, zu denen 5 € kommen, wenn du außerhalb eines Taxistands aufgenommen wirst. Der Festpreis zum selben Ziel liegt bei 60 €. Auf dem Papier wirkt der Taxameter günstiger, aber das hängt vollständig vom Bootsverkehr und den Tempolimits in den inneren Kanälen ab: Zieht sich die Fahrt auf 25 Minuten, steht der Taxameter bei 65 € und der Festpreis gewinnt.

Faustregel: Für die im Festpreisverzeichnis enthaltenen Ziele (Rialto, San Marco, Lido) verlange den Festpreis, weil der Preis von vornherein feststeht. Für Adressen außerhalb der Liste, in den Kanälen drin, bleibt der Taxameter – und ein paar Minuten mehr solltest du einkalkulieren.

Achte auch darauf, wie das Ziel benannt wird. Der Tarif nennt genaue Punkte: “Rialto” sind die Stände Carbon und Cerva, “San Marco” umfasst Molo, Ponte della Paglia, das Denkmal für Vittorio Emanuele und Ca’ di Dio. Fallen Start oder Ziel nicht mit einem Taxistand zusammen – etwa die Wasserpforte deines Hotels an einem inneren Kanal – kommt der Abrufzuschlag von 5 € dazu. Frag vor dem Einsteigen, welche Strecke und welche Zuschläge angewandt werden, nicht erst bei laufendem Motor. Den vollständigen Vergleich zwischen städtischem Tarif und kommerziellen Preislisten, Strecke für Strecke, findest du unter Preise.

Gepäck, Gezeiten und die Wasserpforte des Hotels

Viele venezianische Hotels haben einen Wassereingang, aber nicht alle sind jederzeit nutzbar. Bei Hochwasser kommt das Boot womöglich nicht unter den Brücken der inneren Kanäle hindurch; bei Niedrigwasser kann der Kanal zu flach oder die Hotelschwelle zu weit vom Deck entfernt sein. In beiden Fällen ist das Vorgehen dasselbe: Man steigt am nächstgelegenen erreichbaren Anleger aus, meist keine fünf Gehminuten entfernt, und der Fahrer reicht das Gepäck an Land.

Zwei Fragen, die du dem Hotel vor der Buchung schriftlich stellen solltest: Haben Sie eine Wasserpforte? und ist sie bei jedem Wasserstand nutzbar? Lautet die Antwort auf die zweite Frage nein, rechne mit mindestens einer Brücke zu Fuß samt Koffern.

Die Hotels direkt am Canal Grande haben am ehesten einen nutzbaren privaten Anleger; bei allen anderen entscheidet sich der Anlandepunkt vor Ort, je nach Wasserstand.

Vorab buchen oder am Anleger verhandeln

Wenn du online buchst, sicherst du dir den Preis und hast einen Voucher – vor allem nützlich, wenn du spät ankommst oder mit einer größeren Gruppe reist. Am Anleger zahlst du den städtischen Tarif, der auf kurzen Strecken unter dem kommerziellen Transfer liegen kann: der klassische Kompromiss zwischen Sicherheit und Preis, ausführlich erklärt unter Buchen.

Die Nummern, die wirklich zählen: Consorzio Motoscafi Venezia, 041 522 2303, Callcenter rund um die Uhr, Flotte von über hundert per GPS koordinierten Booten. Venezia Taxi, 041 723112, mit eigenem Standplatz am Bahnhof Santa Lucia sowie am Tronchetto, am Piazzale Roma, in Rialto und San Marco. Venice Water Taxi, 041 5229040, Konsortium mit dreißig Motorbooten, rund um die Uhr aktiv.

Die Wasserpforte eines Hotels an einem inneren Kanal: Der Zugang hängt von der Tide ab.
Die Wasserpforte eines Hotels an einem inneren Kanal: Der Zugang hängt von der Tide ab. Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0

Von hier aus weiter

  • Wenn dein Flug vom Marco Polo geht oder dort landet, erklärt die Seite Flughafen → Venedig den Steg im Hafenbecken und die Flughafenstrecken.
  • Um herauszufinden, ob du ein eigenes Boot brauchst oder ein Platz im Sammeltransfer reicht, vergleiche Privates Taxi und Sammeltaxi.
  • Wenn du dein Auto in der Lagune abgestellt hast oder mit dem Reisebus ankommst, ist die andere Eingangstür Piazzale Roma und Tronchetto.

Kurz zusammengefasst

Das Wassertaxi ab dem Bahnhof Venezia Santa Lucia ist das einzige Verkehrsmittel, das dich in weniger als fünf Minuten vom Bahnsteig aufs Wasser bringt, und es kostet laut Tarif der Stadt 50 € nach Rialto oder 60 € nach San Marco – gegenüber den 60 €–80, die Anbieter üblicherweise verlangen. Zu zweit ist es nicht die günstigste Wahl; zu viert, mit Gepäck, wird es dazu. Wenn du lieber vorher weißt, was du ausgibst, buche den Transfer und zeig am Anleger den Voucher vor.

Häufige Fragen

Was kostet das Wassertaxi vom Bahnhof Santa Lucia?

Laut Tarifverzeichnis des Comune di Venezia kostet die Festpreisstrecke Ferrovia–Rialto 50 € pro Boot und Ferrovia–San Marco 60 € pro Boot. Anbieter verkaufen dieselbe Fahrt als kommerziellen Transfer, in der Regel für 60 € bis 80 €.

Wo nimmt man am Bahnhof Venedig das Wassertaxi?

Am Ufer des Canal Grande direkt vor dem Bahnhof. Die Stadt führt an der Ferrovia zwei Taxistände: den an der Kirche degli Scalzi und den neben dem ACTV-Anleger. Wenn du online gebucht hast, steht der genaue Treffpunkt auf dem Voucher.

Gilt der Preis pro Person oder pro Boot?

Der amtliche Tarif gilt pro Boot. Online verkaufte Transfers können dagegen pro Person abgerechnet werden: Prüfe die Preisbasis, bevor du zahlst, und frag auch am Anleger ausdrücklich danach.

Wie viele Personen passen in ein Wassertaxi?

In der Regel bis zu 10 Passagiere, die Kapazität hängt aber vom Zertifikat des einzelnen Boots ab. Ab der fünften Person sieht der städtische Tarif einen Zuschlag von 5 € nach Taxameter oder 10 € auf den Festpreisstrecken vor.

Wassertaxi oder Alilaguna ab dem Bahnhof?

Alilaguna verbindet Ferrovia und San Marco für 10 € je Fahrt und ist die günstige Wahl. Das Wassertaxi kostet für dieselbe Strecke 60 € pro Boot: Es lohnt sich ab drei Personen, mit schwerem Gepäck oder wenn das Hotel eine Wasserpforte hat.

Bringt mich das Wassertaxi bis vor das Hotel?

Nur wenn das Hotel einen Wassereingang hat, der beim aktuellen Wasserstand erreichbar ist. Sonst steigt man am nächstgelegenen Anleger aus, meist wenige Gehminuten entfernt, und der Fahrer reicht das Gepäck an Land.

Gibt es ab dem Bahnhof einen Nachtzuschlag?

Ja. Der städtische Tarif sieht 10 € mehr von 22:00 bis 06:00 Uhr vor. Das Consorzio Motoscafi verlangt auf seinen kommerziellen Transfers dagegen einen Zuschlag von 15 € von 22:00 bis 07:00 Uhr.

Kann man an Bord mit Karte zahlen?

Bei einer Online-Buchung zahlst du mit Karte oder PayPal. An Bord ist die Kartenzahlung nicht garantiert: Viele Fahrer bevorzugen Bargeld, sag also vor dem Einsteigen Bescheid.

Quellen & offizielle Daten

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